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Wie sagt man eigentlich Danke für 20 Jahre?
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Wie sagt man eigentlich Danke für 20 Jahre?

Kein Scherz: Am 1. April gab es in Albig einen richtig guten Grund zu feiern… denn unser Kellermeister Harald Eller beging an diesem Tag sein 20jähriges Dienstjubiläum in der Winzergenossenschaft Albig. Wow! 

Auf Grund der bekannten Umstände fiel die Feier natürlich deutlich kleiner aus als gewohnt und beschränkte sich auf ein gemeinsames Gläschen mit dem engsten Team. Doch wir sind fest entschlossen, den Anlass so bald wie möglich im entsprechenden Rahmen zu würdigen!

Neben Corona ist das Jubiläum noch mit einem anderen Wermutstropfen verbunden, denn Harald wird die Winzergenossenschaft bald verlassen und sich einer neuen Herausforderung widmen. Unsere Stammkunden wurden darüber schon mit einem persönlichen Abschiedsbrief informiert – auch für unser Online-Magazin haben wir nochmal bei unserem Kellermeister direkt nachgefragt und in einem Interview gemeinsam auf die letzten 20 Jahre geblickt.

Lieber Harald, wie nennt man das eigentlich, wenn der Kellermeister den Keller für immer verlässt? Die Korken sind gefallen, die Beere ist gelutscht, der Letzte trinkt das Fass aus?

HE: Ach, so drastisch würde ich das gar nicht beschreiben wollen. Vielleicht: Andere Dörfer haben auch schöne Reben? ;) Aber im Ernst: Von „für immer verlassen" kann keine Rede sein. Ich werde sicher noch oft in Albig vorbeischauen – nur halt nicht zum Arbeiten, sondern zum Quatschen und Wein trinken.

 

Nach über 20 Jahren ist bald Schluss für dich in Albig. Wie fühlst du dich dabei?

HE: Genau so, wie ich es unseren Kunden schon geschrieben habe: Mit etwas Wehmut, aber auch voller Stolz! Ich bin vor allem froh und beruhigt, die Winzergenossenschaft in bestem Zustand und mit positivem Ausblick übergeben zu können. In den letzten 20 Jahren gab es viele Hochs und natürlich auch Tiefs, doch in den letzten drei Jahren und besonders im letzten Corona-Jahr (das in Punkto Umsatz das Beste seit Bestehen war) haben wir gezeigt, dass unsere Weine, unsere Marke und unsere Philosophie gefragt sind. „ALBIG. Ein Dorf macht Wein.“ hat bewiesen, dass es gut gerüstet ist und auch schwere Krisen überstehen kann. Das beruhigt!

 

Was sind Momente und Erfolge, die dir immer im Gedächtnis und im Herzen bleiben werden?

HE: Da gab es wirklich einige. Denn gemeinsam haben wir hier viel erreicht: Wir haben Weine in Top Qualität produziert, unzählige Auszeichnungen eingeheimst, gemeinsam auf Veranstaltungen gearbeitet und gefeiert und hoffentlich all unsere Kunden glücklich gemacht!  Ganz besonders gern erinnere ich mich an die anstrengenden aber aufregenden Tage auf dem Da Capo Festival in Alzey, die Auslandspräsentation mit Volker Wissing und die Top-Auszeichnung „Großer Preis Extra“ der DLG, die wir sogar zweimal erringen konnten.
 

Die Genossenschaft zu verlassen heißt auch, das Team und den Menschen Lebewohl zu sagen. Wie hast du das Miteinander empfunden?

HE: Auch in menschlicher Hinsicht habe ich die Jahre in Albig sehr geschätzt. Das Verhältnis zu meinen Kollegen, dem Vorstand und dem Aufsichtsrat war so angenehm und persönlich, wie man es sich nur wünschen kann. Natürlich gab es in den Jahren auch Meinungsverschiedenheiten – das liegt vermutlich an meinem rheinhessischen Dickkopf. Aber wir wussten immer, dass wir uns aufeinander verlassen können und haben am Ende des Tages am gleichen Strang gezogen. Auch nach 20 Jahren bin ich an jedem Morgen gerne zur Arbeit gefahren und bin wortwörtlich bis zum letzten Tag voll motiviert! 

Wenn doch alles super war, liegt die nächste Frage nah: Warum gehst du eigentlich – und wohin?

HE: Mit persönlichen Veränderungen und einer neuen Liebe hat sich mein Lebensmittelpunkt schon vor einiger Zeit in die Pfalz verlagert. Dort ist nicht nur die Landschaft wunderschön, sondern – wie allseits bekannt – gibt es auch interessante Weinproduzenten. Hier habe ich eine neue Herausforderung in einer großen Genossenschaft angenommen, in der ich ab Juni als Geschäftsführer tätig sein werde. „Einfach nochmal was Neues machen“ passt einfach gerade zu meiner Lebenssituation. Und ein bisschen Wahres ist an dem Spruch: Wenn es am schönsten ist soll man aufhören! 

Was wünschst du der Winzergenossenschaft Albig und deinem Nachfolger Jan Groß für die Zukunft?

HE: Ich wünsche allen im Team, dass sie sich stets auf die große Stärke von ALBIG besinnen und diese auch weiterhin nutzen: Nämlich, dass unsere Winzergenossenschaft schon immer mehr als nur eine Person war. Dass im Vorstand, bei Mitarbeitern und Mitgliedern unendlich wertvolles Wissen und Können verteilt ist – und dass das Erfolgsrezept der Winzergenossenschaft im Miteinander liegt.

Was wünschst du den vielen ALBIG Kunden, die sich nun fragen, wo sie zukünftig leckere Weine bekommen können? 

HE: (Lacht!) Denen wünsche ich Vertrauen, Zuversicht und etwas Gelassenheit. Sicher wird sich einiges ändern in ALBIG, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass mein Nachfolger bei der Weinqualität Abstriche machen will :)

Und was wünschst du dir selbst – für die nächsten 20 Jahre?

HE: Neben Gesundheit wünsche ich mir, dass ich mit Respekt, viel Gelassenheit und beruhigender Ausstrahlung Freude und Spaß mit Menschen haben werde, gleich ob im privaten oder beruflichen Leben. 


DANKE Harald! Für ein halbes Arbeitsleben mit höchster Einsatzbereitschaft! Auch wenn Worte dafür nicht genug sein können. 

 

Was möchten Sie Harald Eller noch fragen oder mit auf den Weg geben?
Schreiben Sie einfach eine Mail an info@eindorfmachtwein.de. 

Er freut sich von Ihnen zu hören!

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